Orientierung durch Coaching: Interview mit einem Abiturienten




Bis zum Abi-Zeugnis ist alles so klar. Zielstrebig arbeitet man darauf hin. Dann noch einige Wochen Entspannung. Alles hinter sich lassen... Aber was ist danach? Welchen Weg soll man gehen? Für was soll man sich entscheiden in diesem Meer aus Möglichkeiten? Es ist oft nicht leicht, die erste große Entscheidung im Leben zu treffen.


Ein Orientierungscoaching kann eine Möglichkeit sein, sich mit diesem wichtigen Thema auseinanderzusetzen. Es soll Berufseinsteigern dabei helfen, für sich eine Zukunftsentscheidung zu treffen oder nächste Schritte auf dem Weg zur Entscheidung zu erarbeiten.


Jannes (17) kam zu mir ins Coaching, um genau das für sich zu tun. Zunächst etwas unsicher in Bezug auf das Thema Coaching, doch nach einem Vorgespräch ziemlich sicher: Das möchte ich machen.



Ein Interview mit einem Abiturienten zum Orientierungscoaching und warum es am Ende doch ganz anders war als erwartet!



Jannes, aus welchem Grund wolltest du ein Coaching machen?


Jannes: Ich hatte mich vor dem Coaching grob, aber noch nicht weiter tiefgehend, mit den verschiedenen Möglichkeiten nach dem Abitur beschäftigt. Die Möglichkeit eines Studiums, sowie eine erste Ausbildung als Reserveoffizier bei Bundeswehr, standen dabei im Mittelpunkt. Da mir die Entscheidung nicht so leichtfiel, dachte ich, dass mir ein Coaching dabei helfen könnte, die richtige Wahl zu treffen.



Was hattest du dir unter einem Coaching vorgestellt?


Jannes: Vor dem Vorgespräch hatte ich noch keine wirkliche Idee, wie mich ein Coaching in dieser Sache weiterbringen sollte. Jedoch war mein Gedanke, dass ich in den folgenden Coaching-Terminen, durch gezielte Fragen und Informationen, ein besseres Bild von meinen zukünftigen Möglichkeiten bekomme. Ich habe natürlich auch gehofft, dass ich am Ende mit einer klaren Entscheidung aus dem Coaching gehe. Obwohl ich mir ehrlich gesagt auf eine Weise vielleicht nicht unbedingt eine Entscheidung, sondern eher einen Vorschlag einer außenstehenden Person erhofft hatte.



War es so wie erwartet oder doch ganz anders?


Jannes: Nach und während des Coachings habe ich gemerkt, dass es nicht so war, wie ich es mir vorgestellt hatte. Man wird sehr viel mehr gefordert als man denkt und es wird einem keine Lösung auf dem Silbertablett serviert, da das Ziel ja auch darin besteht, für sich selbst eine Entscheidung zu treffen. Zudem ist mir klar geworden, dass ein Orientierungscoaching nicht dazu ausgelegt ist, fehlende Kenntnisse über dein Thema zu vermitteln. D. h. wenn der Grund für die Entscheidungsschwierigkeiten darin liegt, dass man sich selber nicht genügend informiert hat, sollte man keinen Infovortrag vom Coaching erwarten.



Wie hast du das Coaching für dich erlebt? Hat es dir geholfen oder eher nicht?


Jannes: Anfangs war ich etwas überfordert, da ich plötzlich Fragen beantworten musste, mit denen ich mich davor noch nicht wirklich beschäftigt hatte.

Bei mir lag die Schwierigkeit von Anfang an darin, dass ich mich nicht genug über mein Thema informiert hatte und daher etwas orientierungslos war. Wenn man sich mit seinem Thema nicht auseinandersetzt, ist es auch nicht möglich vernünftig darüber zu reden oder zu diskutieren. Im Coaching habe ich aus diesem Grund dann schnell gemerkt, dass ich mir gar nicht bewusst war, was meine Entscheidung ausmacht.

Der erste Coaching-Termin hat mich dann aber definitiv dazu gebracht, mit der Recherche anzufangen. In der Zeit bis zum nächsten Termin habe ich mich bereits genügend informiert, um die Entscheidung zu treffen. Also war das Coaching auf jeden Fall ein Ansporn, mich mit dem Thema näher auseinanderzusetzen.



Würdest du deinen Freunden ein Coaching weiterempfehlen und wenn ja, warum genau und unter welchen Voraussetzungen?


Jannes: Ich würde das Coaching auf jeden Fall weiterempfehlen, aber nur an Personen, die vollkommen entschlossen sind ihr Problem/Thema anzugehen. Wenn nicht die volle Bereitschaft vorhanden ist, wird es schwer in den „Coachingflow“ reinzukommen.

Besonders wichtig ist es auch, dass ein Coaching nur in Anspruch genommen wird, wenn man sich bereits intensiv mit dem Thema beschäftigt hat und man sollte ein solches Coaching auch nur aus einer inneren Überzeugung heraus machen, da sonst der nötige Druck, um das Problem zu lösen, fehlt.



Manchmal ist ein erfolgreiches Coaching schon beendet, bevor es richtig angefangen hat...


Denn nicht jeder braucht ein Coaching bzw. nicht jeder braucht ein „komplettes“ Coaching. Manchmal ist es die eine Frage, die einen weiterbringt, der eine Impuls oder es ist einfach auch mal die Zeit und der Raum, die/der einem gegeben wird, um sein Thema hinreichend zu analysieren. Den Ist-Zustand zu bestimmen kann ungemein hilfreich sein auf dem Weg zur Entscheidung oder zur Klärung eines Themas... Was ist eigentlich alles aus der aktuellen Sichtweise wichtig für das eigene Thema? Was spielt alles eine Rolle?


Im Fall des Orientierungscoachings stellen sich dann weiterführend beispielsweise folgende Fragen:


  • Was macht das eigene Leben aktuell aus?

  • Welche Hobbys und Interessen sind vorhanden? Was ist die persönliche Leidenschaft?

  • In welchem Bereich kann man auf Erfolge aufbauen?

  • Was soll so bleiben wie es ist? Was soll oder kann verändert werden?

  • Womit verbringt man gerade gerne Zeit und/oder womit möchte man mehr Zeit verbringen?

  • Wie würden Familie und Freunde einen beschreiben?

  • Wenn man beruflich alles verwirklichen könnte, wie würde der berufliche Alltag dann aussehen?

  • ...


Für die ausführlichere Hilfestellung habe ich bereits zwei Leitfäden zum Thema Berufsorientierung auf meiner Webseite veröffentlicht. Sowohl für die Eltern in der Unterstützerroller als auch für Berufseinsteiger zur persönlichen Vorbereitung.... Lade dir gerne beide Leitfäden hier kostenlos runter.



Das was Jannes oben im Interview beschreibt, unterstreicht ganz deutlich meinen Ansatz und...


  1. ... zeigt auf, dass ein Coaching-Thema eine gewisse Dringlichkeit braucht, eine Priorität, eine Wichtigkeit, da sonst die nötige Motivation fehlt, um das eigene Thema anzugehen.

  2. ... zeigt den Unterschied zwischen Coaching und Beratung auf. Nein, ich berate nicht zu Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten und nein ich gebe normalerweise auch keine Ratschläge. Dafür gibt es Eltern, Freunde oder Lehrer, die das Leben der jungen Menschen viel besser kennen, als ich es tue.


Ich rege durch Fragen zum Nachdenken an und verändere den Blickwinkel auf das eigene Thema, um selbstständig eine Entscheidung treffen zu können, die dann zum Leben und zu den Neigungen passt. Was wollen wir? Was treibt uns an? Wofür schlägt unser Herz? Wie können wir erreichen, was wir uns vorgenommen haben? Sicher ist es der anstrengendere Weg mal ganz intensiv über sich und sein Thema nachzudenken, aber meistens ist das dann auch der große Mehrwert gegenüber einem Ratschlag. Denn das Ergebnis ist das eigene!


Herzlichen Dank an Jannes für diese bereichernden Stunden!


Es ist eine schwierige Zeit zwischen Schule und Berufseinstieg, ohne Frage, aber es ist auch eine wunderbare Zeit herauszufinden, wofür das eigene Herz schlägt und wie viel Spaß es machen kann, den nächsten Schritt zu planen und die neue Lebensphase aktiv zu gestalten.


Ich wünsche allen (Fast-) Berufseinsteigern viele gute Ideen und eine aktive Planungsphase sowie hilfreiche Unterstützer und eine gewisse Gelassenheit;-)


Ich freue mich auf Sie!

Sie möchten ein Coaching anfragen? Oder haben noch Fragen zum Thema? Gerne!

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