Wofür schlägt Ihr Herz? Finden Sie Ihre Berufung! (Teil 1&2)


Inhalt

Teil 1

Kindliche Träumereien

Berufung finden – Luxusproblem?

Wofür schlägt Ihr Herz? Finden Sie es heraus!

A. Was bringe ich mit?

  1. Der rote Faden Ihrer Vergangenheit

  2. Stärkensuche mit Motiv- und Werteorientierung

  3. Negative Glaubenssätze auf dem Prüfstand

  4. Weitere hilfreiche Fragen

Teil 2

B. Was will ich?

  1. Realistisch bleiben

  2. Imagination: Erfolgsgeschichte

  3. Zukunftsvision formulieren

C. Wie schaffe ich das?

  1. Imagination: Horrorstory

  2. TUN statt denken und reden

  3. Risiken prüfen und Lösungen erarbeiten

  4. Unterstützung suchen

Kindliche Träumereien


Immer wenn ich meinen 5-jährigen Sohn frage was er später einmal werden möchte, hat er direkt ganz konkrete Vorstellungen von seiner Zukunft: von Taucher über Feuerwehrmann bis Astronaut und Tierarzt habe ich alles schon einmal gehört - inspiriert aus seiner Welt bestehend aus Helden, Lego, Trickfilmen und unendlich vielen Büchern und Hörspielen. Kindliche Vorstellungen vom späteren Berufsleben sind ja alle sehr ähnlich. Ob am Ende einer seiner Berufswünsche Realität wird und/oder seiner Berufung entspricht, zeigt die Zeit.

Aber ich weiß momentan ganz sicher wofür sein Herz schlägt: Ich sehe einen Jungen, der Bücher liebt, der stundenlang Geschichten lauscht, der mit einer großen Begeisterung und über Stunden Lego baut, der Yoga liebt, der uns alle in Grund und Boden redet mit seiner großen Fantasie, der trotz seinen 5 Jahren wahnsinnig diplomatisch ist und auf jeden mit seiner offenen Art zugeht um „Hallo“ zu sagen. Der im Gegenzug dazu kein großer Sportler ist, es nicht mag, wenn es zu laut ist, Situationen manchmal ewig beobachtet, bevor er selbst aktiv wird und der sich voll und ganz in Tagträumereien verlieren kann. Alle diese Dinge lebt er momentan aus oder lässt sie uns Tag für Tag spüren.


Kinder wissen ganz genau was sie wollen und was nicht, weil sie einen viel besseren Zugang zu sich haben. Sie haben eine ganz reine Sicht auf Ihre Wünsche, Bedürfnisse, Interessen und Fähigkeiten größtenteils noch unbeeinflusst von äußerlichen Erwartungen.


Desto älter wir allerdings werden, desto eher geht uns dieser Zugang zu uns verloren. Gründe dafür sind u.a. die größer werdende Erwartungshaltung unserer Eltern, Ratschläge der Lehrer, der gesellschaftliche Druck oder auch der Druck den wir uns selbst machen. Alle meinen uns sagen zu müssen, was wir tun sollen und was das Beste für uns ist. Und schwupp sind wir Akteur in unserem eigenen fremdbestimmten Leben. Berufliche Wünsche? Kindheitsträume? Dafür haben wir jetzt keine Zeit, denn wir müssen einem Leben nachgehen, dass uns nicht wirklich glücklich macht.


Das führt mich kurz zu folgender kurzer Geschichte, die mir einmal ein Trainer in einem Seminar erzählte.


Ein Spaziergänger trifft in einem Wald auf einen Holzfäller, der mühsam versucht, mit seiner stumpfen Säge einen Baum zu fällen.

Er tritt an ihn heran und fragt „Aber guter Mann, Ihre Säge ist ja ganz stumpf. Warum schärfen Sie sie denn nicht?“

Darauf antwortete der Holzfäller: „Die Säge zu schärfen hatte ich keine Zeit, ich musste doch Bäume fällen.“


(Angelehnt an: Quelle: https://www.motivate-yourself.de/geschichte-holzfaeller-waldarbeiter-saege-stumpf/)


Stellen Sie sich mal folgende Fragen:

  • Was sind Ihre Prioritäten in Ihrem Leben?

  • Sind Ihre Prioritäten für Sie richtig gesetzt oder macht es Sinn diese zu überdenken?

  • Haben Sie das Gefühl, dass auch Sie sich Zeit nehmen sollten, um Ihre „Säge zu schärfen“, d.h. in diesem Fall zu schauen, was Sie beruflich glücklich macht?


Berufung finden – Luxusproblem?


Immer wenn ich mit Menschen über das Thema berufliche Neuausrichtung spreche und darüber, ein berufliches Leben im Einklang mit den eigenen Begabungen, Motiven, Werten und schlussendlich der eigenen Persönlichkeit zu führen, fällt früher oder später dieser eine Satz: „Das ist doch ein Luxusproblem“.


Aber aus welchem Grund ist es ein Luxusproblem, sich um sich zu kümmern und seine eigene berufliche Zufriedenheit ja sogar sein berufliches Glück anzustreben? Weil es Menschen gibt, die sich diese Frage nicht stellen können? Und weil wir froh sein sollten, überhaupt einen Job zu haben? Weil es uns doch gar nicht so schlecht geht?


Menschen, die (in diesen unsicheren Zeiten) weniger Wahlmöglichkeiten haben als andere, wird es leider immer geben. Und einen sicheren Job zu haben, den wir nicht mögen und der uns unglücklich macht, ist in meinen Augen zwar eine Existenzsicherung, aber am Ende kein persönlicher Gewinn.


Ungewöhnliche Frage, aber dennoch:


Wenn Sie auf dem Sterbebett liegen, auf was möchten Sie dann zurückblicken?


Nehmen Sie sich ganz bewusst mal einen Moment Zeit dafür...



Wofür schlägt Ihr Herz? Finden Sie es heraus!


A. Was bringe ich mit?


In diesem Kapitel geht es darum zu schauen, wer Sie sind. Möchten Sie in Zukunft zufriedener sein, ist der erste Schritt sich zunächst noch etwas besser kennenzulernen.



1. Der rote Faden Ihrer Vergangenheit

„Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern.“ André Malraux


Anfangs hatte ich von meinem Sohn und seinem ganz reinen Zugang zu seinen Begabungen, Wünschen und Bedürfnissen geschrieben. Nun ist er noch klein, wie wir alle mal klein waren. Und möglicherweise haben wir im Laufe unseres Lebens vergessen, wie wir als Kind waren, was uns angetrieben hat und was wir mit großer Begeisterung immer gerne gemacht haben.


Können Sie sich noch erinnern, wann Sie besonders in etwas aufgegangen sind? Was Ihre besonderen Begabungen und Neigungen waren? Denken Sie gerne auch mal an Ihre Schulzeit zurück. Welche Fächer mochten Sie besonders und welche gar nicht? Gab es Interessen, Hobby oder Leidenschaften die Sie immer begleitet haben und vielleicht sogar heute noch begleiten? Was ist es, was sich stets durch Ihr Leben gezogen hat?


Es lohnt sich diese Zeitreise in die Vergangenheit zu unternehmen, denn möglicherweise entdecken Sie genau dadurch einen Anhaltspunkt was es ist, was Ihr Herz zum höherschlagen bringt und Ihnen immer viel Spaß gemacht hat und Ihnen wieder Spaß und Freude bringen kann. Wenn es Ihnen schwerfällt, überlegen Sie, ob es Menschen gibt, die Ihnen dahin gehend weiterhelfen können.


Was sind Ihre Erkenntnisse? Und wie passt das, was Sie herausgefunden haben, zu Ihrem aktuellen Beruf?



2. Stärkensuche mit Motiv- und Werteorientierung


„Es gibt bei jeder Handlung erstens das wirkliche Motiv, das verschwiegen wird, zweitens das präsentable, eingeständliche Motiv.“ (Friedrich Wilhelm Nietzsche)


Wenn Sie sich auf die Suche nach Ihren Stärken machen, geht es u.a. darum herauszufinden, worin Sie gut sind, was Ihnen immer gut gelingt und was Sie auszeichnet. Auf Ihrem Weg zum beruflichen Glück sollten Sie allerdings nur solche mit einbeziehen, die auch zu Ihrer Persönlichkeit, zu Ihren Motiven und Werten passen. Also nur weil jemand ein talentierter Sänger ist, heißt das noch lange nicht, dass dieser auch eine Gesangskarriere anstreben möchte. Vielleicht findet dieser Mensch es schrecklich vor Publikum aufzutreten und schreibt lieber Kinderbücher.


Das heißt Stärkenorientierung ist wichtig, aber Motiv- und Werteorientierung ist meines Erachtens noch wichtiger.


Verhalten wir uns im Einklang mit unseren Motiven und Werten bzw. üben eine Tätigkeit aus, die mit unseren Motiven und Werten im Einklang ist, sind wir motivierter und zufriedener. Wir werden unsere Tätigkeit im Allgemeinen nicht als anstrengend empfinden. Gehen wir im Gegenzug einer Beschäftigung nach, die entgegen unserer Motive und Werte ist, dann wird es uns vermutlich schwerer fallen, den Job auszuüben.


Daher verbinden Sie die Drei unbedingt miteinander und nehmen Sie nur solche Stärken für sich mit auf den Weg zur Berufungsfindung, die auch wirklich zu Ihnen und Ihrem Charakter passen.


Anschließend kann eine Ideensammlung folgen mit der Frage: Was ist der ideale Job, der alle Ihre Stärken, Motive und Werte verbindet? Gehen Sie das Thema zunächst konzentriert alleine an. Im zweiten Schritt holen Sie gerne Menschen dazu, die Sie gut kennen. Erstens kommen dann Ideen zustande, die für Sie möglicherweise zunächst nicht so naheliegend waren und zweitens macht es viel mehr Spaß. Zudem ist es gut den Blick von außen auf diesem wichtigen Weg mit einfließen zu lassen. Denn Selbst- und Fremdbild sind selten identisch.


Aber...!


Wenn Sie schon viele viele Jahre mitten im Berufsleben stecken, ist die Erkenntnis etwas ändern zu müssen schwer und beängstigend. Denn seinem Herzen oder auch der Berufung zu folgen, kann bedeuten, dass sich Grundlegendes ändert. Die Angst vor Veränderung lähmt uns aber häufig.


Jedoch wenn Ihr Job nicht zu Ihnen passt und Sie möglicherweise sogar krank macht, ist es dann nicht Zeit etwas zu ändern?



3. Negative Glaubenssätze auf dem Prüfstand


„Die meisten Leute sind ungefähr so glücklich, wie sie sich zu sein vornehmen“ (Abraham Lincoln)


„Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“, „Schuster, bleib bei deinen Leisten“, „Ich bin zu alt, um noch etwas Neues zu beginnen“ oder „Ohne Fleiß kein Preis“. Es gibt unendlich viele Glaubenssätze und Überzeugungen in unseren Köpfen, die sich über unser ganzes bisheriges Leben eingebrannt haben die wir zum Teil von unseren Eltern übernommen haben und die uns einschränken und uns davon abhalten, das zu tun, was wir gerne tun würden. Folgen wir Ihnen, erreichen wir am Ende das Gegenteil von dem, was wir eigentlich wollten.


Stimmen diese Vorurteile und Denkmuster? In der Regel nicht! Wir glauben häufig nur ganz fest an diese, weil wir es gewohnheitsgemäß immer tun und es nicht hinterfragen! Wer sagt denn z.B. das Arbeit keinen Spaß machen kann oder darf?


Es ist Zeit Ihre Glaubenssätze ausfindig zu machen:

  • Welchen Überzeugungen folgen Sie?

  • Welche Verallgemeinerungen haben sich bei Ihnen eingebrannt (Sätze mit: jeder, alle, keiner, nie, immer usw.)

  • Welche Sätze fallen Ihnen ein, die Sie daran hindern Ihre Träume zu leben?


Schreiben Sie gerne mal alle diese Sätze auf. Nehmen Sie sich auch noch etwas mehr Zeit dafür, als nur diesen Moment. Spontan werden Ihnen möglicherweise nicht so viele einfallen, aber wenn Sie sich über die nächsten Wochen beobachten, werden Sie Ihre „Bremsblöcke“ ausfindig machen.


Haben Sie Ihre Liste fertig, dann hinterfragen Sie nun jeden einzigen Glaubenssatz auf den Wahrheitsgehalt. Ist das wirklich so?


Eine weiterführende und detaillierte Anleitung, um die eigenen Glaubenssätze aufzuspüren und aufzubrechen finden Sie hier.


Es wäre doch wirklich schade, wenn Sie wegen eingebrannter Überzeugungen, die überhaupt nicht wahr sind, Ihren Traum nicht leben, oder?


Gestalten Sie also bewusst, was Sie glauben wollen und was nicht. Denken Sie um! Denken Sie neu und werfen Sie alte Denkmodelle über Bord, die Ihnen nicht nützlich sind.



4. Weitere hilfreiche Fragen


  • Was würden Sie tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde und Sie bereits alle Ihre finanziellen und materiellen Ziele erreicht hätten?

  • Welche Ihrer Begabungen würden Sie vermarkten, wenn Sie es könnten?

  • Was würden Sie tun, wenn Sie wüssten, dass Sie nur noch 1 Jahr zu leben hätten?

  • Wenn Sie es frei entscheiden könnten... Womit möchten Sie gerne mehr Zeit verbringen?

  • Was ist Ihre persönliche Wenn ... dann ... – Lüge? (z.B. Wenn ich nur lange genug durchhalte dann wird es bestimmt besser. Oder: Wenn ich dieses Projekt beendet habe dann ... Wenn mein Chef erstmal weg ist dann... usw.)



B. Was will ich?


1. Realistisch bleiben


„Der Utopist sieht das Paradies, der Realist das Paradies plus Schlange.“ (Friedrich Hebbel)


Mit einer unrealistisch hohen Erwartungshaltung und ohne Blick auf Ihr derzeitiges Leben, werden Sie vermutlich eher enttäuscht werden, als ohne diese rosarote Brille.

Berufsglück, Berufung finden, Vision erarbeiten... Viele denken dabei gleich daran, dass komplette Leben umkrempeln zu müssen. Aber muss das wirklich immer sein? Ich glaube es ist nicht immer notwendig.


Stellen Sie sich mal folgende Frage: Welchen Sinn hat Ihr aktueller Job für Sie in Ihrem Leben?


Haben Sie eine Antwort darauf oder eher nicht?


Gehen Sie Ihrer Beschäftigung nur nach, um Ihren Lebensunterhalt zu sichern? Oder ist da noch mehr z.B. Freude und der Sinn in Ihrer Aufgabe? Beides sollte vorhanden sein, wenn Sie wirklich beruflich zufrieden und glücklich sein wollen.


Taucht also immer wieder ein Gefühl der Unzufriedenheit auf, schauen Sie genau, woher dieses Gefühl kommt. Ist es die Unzufriedenheit mit Ihrem Job im Allgemeinen oder sind es die Rahmenbedingungen, die nicht passen? Ist der Druck zu hoch oder die Wertschätzung zu gering? Gibt es Konflikte im Team?


Manchmal muss es nämlich nicht gleich die Kündigung und der absolute Bruch in der Vita sein, sondern es kann schon helfen sich weiterzubilden und so den eigenen Aufgabenbereich zu erweitern, sich innerhalb des Unternehmens zu verändern oder ggf. die Arbeitszeit zu reduzieren, um sich intensiver dem Hobby oder einem Ehrenamt zu widmen.


Denn Sie können Ihre Berufung in Ihrem Job leben oder aber auch in Ihrer Freizeit.


Wichtig ist nur herauszufinden, was Ihrem Leben Sinn gibt, wofür Sie sich gerne einsetzen, was Sie mit Freude und aus Überzeugung tun und was Sie antreibt.



2. Imagination: Erfolgsgeschichte


Die eigene Vorstellungskraft ist mächtig. Daher kann es helfen, sich ganz bewusst sein Leben auszumalen. In den allerschönsten oder wie unter Punkte C auch in dunkelsten Farben.


Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt...


Sie sind unzufrieden? Sie ärgern sich vielleicht über getroffene Entscheidungen, die in Ihren Augen falsch waren oder über verpasste Gelegenheiten? Leider lässt sich die Zeit nicht zurückdrehen. Oder doch? Tun wir doch mal so, als ob wir es könnten. Wir können schnell in die Vergangenheit huschen und alle Entscheidungen so treffen, wie wir es aus heutiger Sicht als richtig ansehen. Wir können alle Chancen nutzen, die wir ungenutzt gelassen haben. Alles so machen, damit es heute für uns perfekt wäre. Hört sich das gut an? Dann los...


Stellen Sie sich vor, ihr Leben wäre so verlaufen, wie Sie es sich aus heutiger Sicht als perfekt vorstellen würden. Wichtig ist in diesem Fall sich wirklich einzulassen, sich Zeit zu nehmen und ebenfalls Abstand vom aktuellen Leben. Sorgen und Probleme gibt es nicht in Ihrer Vorstellung.


Wenn Sie bereit sind, beamen Sie sich hinein in Ihr persönliches Traum-Leben und malen Sie sich alles ganz detailliert aus:


Wie sieht Ihr perfektes Leben ganz genau aus? Brechen Sie es herunter...


  • Wie sieht ein perfekter Tag in ihrem Leben aus? Beschreiben Sie ihn ganz genau von morgens bis abends! Was lässt Sie morgens aus dem Bett springen? Auf was freuen Sie sich schon am Frühstückstisch, wenn Sie an die kommenden Stunden denken?

  • Wie sieht weitergehend eine perfekte Woche, ein perfekter Monat und ein perfektes Jahr in Ihrem Leben aus?

  • Was tun Sie beruflich?

  • Welcher Aufgabe widmen Sie sich voller Hingabe?

  • Was lässt Sie glücklich sein?

  • Beschreiben Sie Ihre Umgebung. Wie ist es dort wo Sie sind?

  • Beschreiben Sie auch sich... Wer sind Sie ganz genau? Wie sind Sie? Wie leben Sie? Mit wem leben Sie?

Jetzt überlegen Sie sich Schritt für Schritt, wie Sie dahingekommen, wo Sie heute sind? Versuchen Sie sich Ihr Leben und Ihren Lebensweg möglichst detailliert vorzustellen und schreiben Sie Ihre Erfolgsgeschichte auf. Stellen Sie sich vor, Sie schreiben Ihre Autobiografie und diese möchten Sie ja gerne mit Erfolg verkaufen. Fesseln Sie Ihre Leser mit der genauen Beschreibung Ihres Lebens, sodass jeder einzelne genau dieses Leben auch am liebsten führen möchte.


Wie fühlt sich das an?


Wann gab es schon mal eine Zeit oder einen Moment, wo Sie sich ein kleines bisschen so gefühlt haben, wie in Ihrem Traumleben?


Was können Sie direkt heute tun, um einen Schritt Richtung Traumleben zu gehen und ein bisschen schon heute wahr werden zu lassen?



3. Zukunftsvision formulieren


Haben Sie sich eine Idee von Ihrer Zukunft erarbeitet? Haben Sie für sich wichtige Motive und Werte herausgefunden, Talente entdeckt, Neigungen wiedergefunden, Bedürfnisse erkannt? Haben Sie einen Traum, den Sie leben möchten?


Dann sollten Sie sich Ihre Zukunftsvision aufschreiben. Nehmen Sie die wichtigsten Punkte Ihrer Ausarbeitungen und nutzen Sie diese als Stichworte für einen kleinen Aufsatz. Verfassen Sie einige Zeilen, die Ihr Leben in der Zukunft beschreiben und beantworten Sie sich folgende Frage:


Was werden Sie in 5 Jahren erreicht haben?


Im Anschluss daran visualisieren Sie Ihre Vision. Welches Bild oder welches Symbol fällt Ihnen spontan zu Ihrer Vision ein?


Abschließend schreiben Sie sich bitte auf, was ein ganz konkreter nächster Schritt in Richtung Ihrer Vision sein wird.



C. Wie schaffe ich das?


Konnten Sie schon viele Erkenntnisse über sich, über Ihr Leben, über Ihre Begabungen, Talente, Wünsche und Bedürfnisse sammeln? Haben Sie bereits die eine oder andere zündende Idee, inwieweit sich Ihr Berufsleben verändern soll?


Das freut mich sehr! Wichtig ist es nun auf Ihre Zweifel zu hören und diese auszuräumen, Ihre Ideen verbindlicher zu machen und zu schauen, inwieweit diese auch zu Ihrem Leben passen und ins Handeln zu kommen.



1. Imagination: Horrorstory


Ich mach mir die Welt, wie Sie schlimmer nicht sein könnte....


Unter Punkt B Imagination Erfolgsgeschichte waren Sie kurz zu Gast in Ihrem perfekten Leben. Die Frage ist ja, warum leben Sie Ihr perfektes Leben nicht? Insgeheim gibt es immer etwas, dass Sie hemmt und das sind ganz bestimmt u.a. Worst-Case-Szenarien, die sich in Ihrem Kopf abspielen. Was alles passieren kann, wenn Sie Ihren Job wechseln und/oder noch einmal was komplett anderes machen? Den Gedanken kennen Sie ganz bestimmt, richtig?


Jetzt ist Ihre Zeit zum Befürchten, Zweifeln, Schwarzmalen.


Nun waren Sie in Ihrem Traumleben und möchten mehr von diesem Glück. Verständlich. Sie möchten unbedingt was ändern? Sie haben eine Idee, was Sie beruflich glücklich machen könnte oder einen Zukunftsplan, der Ihr Herz zum höherschlagen bringt? Was ist es ganz genau? Nehmen Sie diesen Zukunftstraum von Ihrem beruflichen Glück und überlegen Sie sich was schlimmstenfalls passieren kann, wenn Sie sich diesen Traum erfüllen.

Wie in der Geschichte oben, tauchen Sie ein in diese Welt und beschreiben Sie ganz detailliert...


  • Wie genau und woran genau ist Ihr Plan gescheitert?

  • Was ist alles mit Ihnen passiert, weil Sie Ihren Traum haben wahr werden lassen?

  • Wie schrecklich ist Ihr Leben geworden, weil Sie Ihren Weg gegangen sind?


Wie auch unter Punkt B schreiben Sie auch diese Geschichte als Kapitel für Ihr Buch. Diesmal allerdings nicht als Erfolgsgeschichte, sondern als Horrorstory. Schreiben Sie unbedingt, als sei Ihnen das alles wirklich passiert und versuchen Sie so zu schreiben, dass Ihre Leser in die Geschichte eintauchen können.


Wie fühlt sich das nun an? Suchen Sie sich gerne einen Probeleser für die zwei Kapitel Ihres Buches. Was sagt die Person insbesondere über diese Geschichte? Wie realistisch ist es aus ihrer Sicht, dass all diese Dinge eintreten werden?


Beurteilen Sie selbst: Sind Ihre Ängste es wirklich wert, sich nicht auf die Suche nach Ihrer beruflichen Erfüllung zu machen und/oder Ihren beruflichen Traum zu leben?



2. TUN statt denken und reden


„Am meisten fühlt man sich von der Wahrheit getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte.“ (Friedl Beutelrock)


Dieses unbestimmte Gefühl, dass Sie was ändern sollten, taucht immer wieder in Ihnen auf? Und Sie wissen eigentlich auch, dass was passieren muss? Aber immer wieder lautet Ihre Antwort: „Ach so schlimm ist mein Job gar nicht. Die Bedingungen sind gut und der Verdienst nicht schlecht. So was Gutes finde ich nicht so leicht wieder. Ich sollte mich nicht so anstellen. Andere haben ganz andere Sorgen. Was soll ich denn schon anderes machen in meinem Alter? Das ist doch lächerlich. Was würden die anderen sagen? Und leisten kann ich es mir eigentlich auch nicht...“ Sehr beliebt ist auch das Verschieben von Dingen: „Morgen fange ich an. Heute kann ich eh nichts mehr bewegen. Ich habe gerade noch so viel anderes um die Ohren. Ich bin müde. Nächste Woche nehme ich mir mal Zeit...“


Was passiert aber am Ende? Ganz häufig nichts, richtig? Und dass wir unser Thema nicht angehen, macht uns neben den Problemen und der Unzufriedenheit im Job noch unzufriedener. Denn wenn wir unsere „guten Vorsätze“ oder alles was wir ändern möchten nicht angehen, fühlen wir uns schlecht. Uns plagt unser schlechtes Gewissen, wir machen uns Vorwürfe, dass wir es wieder einmal nicht geschafft haben... Aber morgen, richtig? Das nennt man Prokrastination!


Ich bin ganz ehrlich: Wenn Sie es nicht aktiv angehen, wird leider auch nichts passieren! Nicht morgen, nicht übermorgen und nicht nächstes Jahr.


Es wird Ihnen erst besser gehen, wenn Sie starten, Ihre Komfortzone verlassen, etwas wagen und in Bewegung kommen.


Der einzige Weg ist also: Tun statt denken und reden!


Leider ist das nun nicht so leicht, weil wir generell und normalerweise den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Klar unser Hirn denkt: Warum schwer, wenn es auch einfach geht. In diesem Fall ist es nur überhaupt nicht nützlich, denn aktiv Veränderungen herbeizuführen und die Trampelpfade des eigenen Lebens zu verlassen braucht sofortige Aktion abseits des Normalen! Sobald Sie gestartet sind, wird es leichter;-)


Aus welchem Grund starten Sie also nicht jetzt gleich mit Ihrem Thema? Was brauchen Sie noch, um sich um Ihre Berufszufriedenheit zu kümmern?


  1. Überlegen Sie sich, WAS Sie ganz konkret für sich erreichen wollen und WARUM Sie es für sich erreichen wollen. Formulieren Sie ein ganz konkretes Ziel für sich (wichtig: Das Ziel muss SMART sein: spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert).

  2. Legen Sie kurzfristige, realistische und konkrete Maßnahmen/nächste Schritte fest, die Sie zum Erreichen des Ziels ergreifen müssen.

  3. Machen Sie den ersten Schritt Richtung Ziel SOFORT (nicht in 10 Minuten, nicht in 1 Stunde, sondern Jetzt!)

  4. Halten Sie unbedingt an Ihrem Plan fest, denn wenn Sie einmal davon abweichen sind Sie wieder in dem „Ich kümmere mich später darum“-Kreislauf.


Denken Sie daran: Wenn Sie sich nicht um sich kümmern, wird es niemand sonst tun. Sie sind verantwortlich für sich und Ihre Zufriedenheit.



3. Risiken prüfen und Lösungen erarbeiten


Jede Idee, die Sie von Ihrer Zukunft haben, jeden Plan den Sie verfolgen, sollten Sie vor der Umsetzung dringend prüfen. Denn wie häufig gibt es nicht bedachte Probleme und der Plan gerät ins wanken?!


Daher überlegen Sie unbedingt ganz genau, ob Ihr Vorhaben auch tatsächlich zu Ihnen und Ihrem Leben passt! Schauen Sie, ob es mögliche Risiken gibt, woran Ihr Vorhaben am Ende scheitern könnte oder mit welchen möglichen Problemen Sie zu kämpfen haben könnten. Dafür können Sie ggf. auch die Erkenntnisse aus Übung C.1 mit dazu nehmen.


Prüfen Sie zudem ob ihr Plan, Ihre Maßnahmen und/oder Ihre Idee SMART ist.


Stoßen Sie bei dieser Prüfung auf Bedenken, Herausforderungen und Risiken gilt es Lösungen dafür zu entwickeln und zu schauen, wie es dennoch funktionieren könnte oder ob der Plan angepasst werden sollte.


Auf diese Art sind Sie für alle Unwägbarkeiten gerüstet und können entspannter loslegen.



4. Unterstützung suchen


Tschakka: Überlegen Sie sich an dieser Stelle, was und wer Sie bei der Umsetzung unterstützen kann und wodurch Sie langfristig motiviert bleiben.


Möglicherweise kann Ihnen ein Ritual, eine Bewegung, ein Spruch, ein Foto oder ein Gegenstand helfen, an Ihrem Plan festzuhalten. Vielleicht möchten Sie auch lieber einen Brief an sich selbst schreiben, d.h. Sie schreiben sich selbst einen Brief, mit dem Inhalt, der Ihnen nach ca. 4 Wochen helfen wird durchzuhalten. Geben Sie den Brief einer vertrauten Person und bitten Sie diese, den Brief nach der vereinbarten Zeit abzuschicken. Oder Sie suchen sich eine Person, die Ihnen helfen könnte.


Es ist nicht wichtig, was es ist. Es ist nur wichtig, dass es Sie dabei unterstützt Ihr Ziel zu erreichen und die Kraft besitzt, dass Sie weitermachen, um so schlussendlich Ihr berufliches Glück zu finden.




Bitte beachten Sie:


  • Nicht jeder Mensch braucht es für sich, die eigene Berufung zu finden. Wenn es Ihnen gut geht und Sie nichts vermissen, müssen Sie auch nach nichts suchen.

  • Das 100% Richtige für sich finden zu wollen, kann einen mächtig unter Druck setzen. Das ist jedoch in den meisten Fällen nicht förderlich, sondern kann die Situation verschlimmern. Daher ist es immer besser, in Ruhe zu versuchen, einen Zugang zu sich zu finden und sich Schritt für Schritt seiner Zufriedenheit zu nähern (u.a. mit Hilfe dieses Beitrages oder auch durch professionelle Unterstützung).


Den Weg zur Zufriedenheit gehen wir nicht an einem Nachmittag;-)



Wenn wir etwas mit Herzblut, völliger Überzeugung, Hingabe und Freude tun, dann tun wir es in der Regel gut. Wenn wir in etwas gut sind, sind wir erfolgreich. Wenn wir erfolgreich sind, stehen die Chancen nicht schlecht, neben dem persönlichen Gewinn auch gut zu verdienen.


Manchmal hilft es, das klassische Gedankenkarussell zu verlassen und umzudenken. Meistens findet sich dann auch eine Lösung.


Ich wünsche Ihnen ganz viel Erfolg dabei!


Kommen Sie alleine nicht weiter, dann helfe ich Ihnen gerne bei der Suche nach Ihrem persönlichen Berufsglück!


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Ich freue mich auf Sie!

Sie möchten ein Coaching anfragen? Oder haben noch Fragen zum Thema? Gerne!

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